Presemeldung der Diakonie im Oldenburger Land
Heißenbüttelstiftung zieht positive Bilanz 


Oldenburg, 29.01.2010 - Auf 580.000 Euro ist das Stiftungskapital seit der Gründung angewachsen, berichtet Stifter Heinz Heißenbüttel: "Die Finanzkrise ist spurlos an der Stiftungvorüber gegangen." Freudig und mit ein wenig Stolz in der Stimme kann er weiter berichten, dass die Stiftung gleichzeitig über 150 Einzelpersonen und 12 Einrichtungen mit mehr als 188.000 Euro unterstützt hat. Die Liste der Hilfen reicht von der alleinerziehenden Mutter der ein Erholungsaufenthalt auf einer Nordseeinsel ermöglicht wurde über die Unterstützung für eine Krebs-Rehabilitationskur bis zur Anschaffung von Betten und Gebrauchsgengenständen für Familien in wirtschaftlichen Notlagen. Bei der Bewertung und Prüfung der Anträge baue die Stiftung ganz auf die Unterstützung durch die Diakonischen Werke in den Kirchenkreisen. Diese nehmen eine Bewertung der Gesamtsituation der Antragstellenden vor und stellen fest, ob neben der finanziellen Unterstützung weitere Beratung und Hilfestellung notwendig sind.
Bei der Förderung von Vereinen, Einrichtungen und Institutionen legt Heißenbüttel Wert auf ehrenamtliches Engagement der Beteiligten. Mit besonders hohen Beträgen sind die Oldenburger Seniorenhilfe "evasenio" (6.000 €) und die Ökumenische Wohnungslosenhilfe (5.000 €) gefördert worden. Aber auch das Freiwilligenprojekt "SODA" für Jugendliche steht auf der Förderliste der Stiftung.
Ganz besonders freute sich Heißenbüttel über das Vermächtnis einer alten Oldenburgerin, die zu Lebzeiten entschieden hatte, die Hälfte ihres Vermögens der Stiftung zu vermachen. Betreuerin Annegret Ebsen hatte ihr vor Jahren geraten, die notwendigen Vorkehrungen bei Zeiten zu treffen. Die Stiftung wurde ausgewählt, weil sie in der Region Unterstützung gibt.
Am Ende des Lebens nahm die alltägliche Unterstützung für die alte Dame ohne direkte Verwandte sehr viel Raum ein, schildert Ebsen in bewegenden Worten und ergänzt: "Da war ich manchmal froh, dass vorher alles schriftlich geregelt worden war." Nach dem Tod löste Ebsen den Haushalt auf und sorgte dafür, dass die Erbschaft ihre bestimmungsmäßigen Empfänger erreichte.